Ladakh

Filmvortrag  Ladakh – Abenteuer und Tibetischer Buddhismus

Der Vortrag beginnt zunächst mit einer kleinen Einführung in das Thema Buddhismus.

Anschließend kommentiert Peter Weinert live seinen Film: Ladakh – Das Land der hohen Pässe.

Entstanden durch zwei abenteuerliche Expeditionen mit vielen Überraschungen, Hindernissen und Entbehrungen. Dieser Film zeigt zum einen die Kunst-und Kulturgeschichte der Provinz Ladakh und den Distrikt Zanskar im autonomen nordindischen Bundesstaat Jammu und Kashmir, zum anderen zeigt er aber auch das karge und dennoch erfüllte Leben der Bauern und Mönche in der Abgeschiedenheit des Transhimalaya.

Einmal im Jahr verwandeln sich die Höfe der buddhistischen Klöster, die fast alle wie Trutzburgen auf hohen Felskegeln stehen, in mittelalterliche Bühnen. Die Feste mit Tänzen der Mönche sind bei den Ladakhi sehr beliebt. Sie dauern bis zu acht Tage und finden fast alle im Winter statt, da haben die Menschen Zeit.

Das bedeutendste Kloster von Ladakh ist die Tempelgruppe von Alchi. Ein Beispiel früher Kunst im Transhimalaya, vor etwa 1000 Jahren erbaut.

Das wohl abgeschiedenste Kloster in Ladakh liegt in dem Distrikt Zanskar, bis 1840 ein von zwei Fürstenlinien geführtes, selbständiges Königreich. Das Kloster Lingshed, 500 Jahre alt,und der gleichnamige Ort sind im Winter etwa 7 Monate von der Außenwelt abgeschnitten, da der Weg dorthin über 5500 Meter hohe Pässe führt, die verschneit sind. Nur etwa sechs Wochen lang, wenn es extrem kalt ist, und der reißende Zanskar- Fluss zu friert ist Lingshed über diesen eisigen Weg erreichbar. Sechs bis sieben Tage dauert der Marsch über das Eis. 90 Kilometer die einfache Strecke mit vielen Überraschungen und Gefahren. Eine extreme Expedition, die mein Team und ich auf sich nahmen, um einen eindrucksvollen Film zu gestalten. Wir dokumentierten zum Beispiel die Entstehung eines Sandmandalas, eines der geheimnisvollsten Symbole des Buddhismus. Wir erlebten ebenso die Tagesabläufe der 60 Mönche und 20 Novizen im Kloster, das auf fast 4000 Metern Höhe liegt. Ebenso das Leben der Bauern in dem umliegenden Dorf, sowohl im Winter als auch im Sommer. Dieser Vergleich macht den Film besonders reizvoll.

Ladakh – Das Land der hohen Pässe gewann mehrere Fernsehpreise, unter anderem die Goldene Kamera in Österreich.

Im anschließenden Making-of wird dokumentiert, wie dieser außergewöhnliche Film entstanden ist.

 

Der Vortrag dauert etwa 1 Stunde und 20 Minuten